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September, 2020

Do17Sep19:30Zum 100. Jubiläum des Films „Der Golem“Günter Heinz19:30 Deutsches Hygiene-Museum Dresden (Marta-Fraenkel-Saal)

Veranstaltungsdetails

Der Golem (hebräisch: Klumpen, formlose Masse) deutet auf eine seit dem Mittelalter bekannte Figur jüdischer Legenden. Er ist ein künstlich erschaffenes Wesen aus Lehm oder Ton, welches besondere Kräfte besitzt, von meist gewaltiger Größe und der Sprache in der Regel nicht mächtig ist. Er gilt als Wiederholung des göttlichen Schöpfungsaktes, vollzogen von Rabbi Löw, welcher den Homunkulus erschafft und zum Leben erweckt. Zahlreiche Autoren, Filmemacher, Künstler beschäftigten sich mit dieser Figur – und auch heute noch inspiriert der Homunkulus vor allem die moderne Science-Fiction-Welt, die Golems von heute sind vielleicht Roboter, Computer oder Klone, Cyborgs, Androiden und ähnliches. Immer geht es um den künstlichen Menschen als nicht beherrschbares Produkt von Wissenschaft und Technik.
„Der Golem, wie er in die Welt kam“ (Paul Wegener 1920), von dem dieses Programm ausgeht, ist ein expressionistisches Meisterwerk der Filmgeschichte – und ein markantes Beispiel für eine kritische Technik-Reflexion aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In diesem Improvisationskonzert wird es darum gehen, eine aktuelle Sprache zu entwickeln, die darauf zielt, dass dieser 100 Jahre alte Film nicht bloß als etwas „Museales“, sondern in seiner eminenten Dringlichkeit erlebt werden kann. Zu erweisen sein wird, dass der Film bestens geeignet ist für ein Wechselspiel mit zeitgenössischer Musik.

Programm:

Film: Der Golem (Paul Wegener 1920)

Improvisationen von Peter Krug (Kb), Ray Kaczinski (Perc), Günter Heinz (Pos, Fl)

Zeit

(Donnerstag) 19:30

Ort

Deutsches Hygiene-Museum Dresden (Marta-Fraenkel-Saal)

Lingnerplatz 1 01069 Dresden