Juli, 2020

Do02Jul19:30SpielereienEl Perro Andaluz19:30 Deutsches Hygiene-Museum (großer Saal)

Veranstaltungsdetails

Die fünf zwischen 1975 und 1983 geborenen Komponisten dieses Konzerts gehören einer Generation an, bei denen ein selbstverständlicher und alltäglicher Umgang mit vielen technischen Errungenschaften Spuren im kompositorischen Denken hinterlässt. Im Fall von Martin Grütter zeigt sich dies am katalogartig-unverbundenen Exponieren von Spieltechniken, geschult an der „Alles ist jederzeit verfügbar“-Mentalität des Internetzeitalters. Cathy van Eck und Nicolas Tzortzsis beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit unterschiedlichen Aspekten der Interaktion zwischen Instrumenten und deren Spielern, welche durch den Einsatz von Live-Elektronik möglich werden, wobei van Eck sich eher für die klanglichen und Tzortzsis mehr für die strukturellen Aspekte dieser Erweiterung der instrumentalen Möglichkeiten interessiert. Yoav Pasovsky vereint in seiner Arbeit mit Schallwandlern beide Aspekte in neuartiger Weise. Martin Jaggi schließlich begibt sich bei der Auseinandersetzung mit den technischen Begleiterscheinungen moderner Zivilisation auf eine metaphorische Ebene, die bei ihm mit ironischer Distanz einhergeht. Fünf Kompositionen aus dem 21. Jahrhundert, bei denen die Grenzen zwischen Spiel und Ernst auf jeweils unterschiedliche Weise verschwimmen.

Programm:

Martin Jaggi (*1978): SPAM (2006) – für Fl/Bfl, Kl/Bkl, Pn, Perc, Vl Vcl

Cathy van Eck (*1975): Ein Oktett für das Quartett (2013) – für 8 Lautsprecher und 4 Performer

Martin Grütter (*1983): 55 Singularitäten (2016) – für drei beliebige Instrumente

Yoav Pasovsky (*1980): Mimshak (2012) – für Fl, Kl, Vl, Vcl, Hrf, Pn, Perc, Live-Elektronik

Nicolas Tzortzis (*1978): Neues Werk (UA) – für Ensemble

Zeit

(Donnerstag) 19:30

Ort

Deutsches Hygiene-Museum (großer Saal)

Lingnerplatz 1, 01069 Dresden