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Presse: Vermittlung des Zeitgenössischen

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- 22.01.08  l Vermittlung des Zeitgenössischen

Jörn Peter Hiekel, Leiter des Instituts für Neue Musik
an der Dresdner Musikhochschule und Leiter von
„KlangNetz Dresden". [DNN]

Frage: „Wie werden freie Ensembles von dem neuen KlangNetz profitieren können?"
Jörn Peter Hiekel: „Es gibt in den geplanten Projekten schon eine intensive Beteiligung freier Ensembles. Einige Reihen sind offen gehalten, um von wechselnden Ensembles gestaltet zu werden, wie zum Beispiel „Global Bar" oder die „Binationalen Gesprächskonzerte" in der Sächsischen Akademie. Es gibt schließlich auch Erwägungen und Hoffnungen, im Laufe der nächsten Jahre bisher nicht integrierte Ensembles mit einzubinden, und zwar mit Projekten, die es vermögen, im Kontext des Netzwerkes spannende eigene Akzente zu setzen. Qualitäts- und Originalitätsstandards im Bereich der Musikvermittlung müssen dabei natürlich erfüllt sein."

Frage: „Das KlangNetz spannt sich auch über Projekte, die starken Ausbildungscharakter besitzen..."
Jörn Peter Hiekel: „Ja, ich erinnere beispielsweise an die „Hellerauer Sommerakademie", die mit unterschiedlichsten Institutionen unter Federführung des Europäischen Zentrums der Künste an der Schnittstelle zwischen Praxis und Theorie ansetzt. Dort kommen Dramaturgen, Komponisten und Studierende zusammen. Ähnliches gilt für eine, geplante Chorakademie mit dem Dresdner Kammerchor. Äusbildungsrelevanz ist auch ein wichtiges Stichwort bei der jährlichen KOOP-Produktion der Sächsischen Staatsoper mit den Dresdner Kunsthochschulen und ebenso bei einem neu formierten Ensemble: nach amerikanischem Vorbild planen wir gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie unter dem Dirigenten und Komponisten Hans Zender (und später anderen prominenten Musikern) ein Ensemble aus Studierenden und Professoren ins Leben zu rufen."